Alle Veranstaltungen finden in
der Sternwarte Herne, Am Böckenbusch 2a, Stadtbezirk Eickel statt.
Änderungen vorbehalten!
Vorträge
Die Vorträge werden in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule der Stadt
Herne durchgeführt. Eine Anmeldung bei der VHS ist nicht notwendig.
Der Unkostenbeitrag für die Vorträge beträgt € 3,00 und
ist an der Abendkasse zu entrichten. Alle anderen Veranstaltungen sind kostenfrei.
Bei klarem Wetter kann anschließend mit den Teleskopen der Sternwarte beobachtet
werden.
Ein blühender Obstbaum, der Gesang eines Vogels oder ein murmelnder Bach sind Naturphänomene, die wohl jeden begeistern. Wenn wir Menschen in der Lichterfülle um uns herum den Sternenhimmel nicht völlig untergehen lassen, machen auch Beobachtungen in unmittelbarer Umgebung noch Sinn. Bedeckungen durch den Mond oder Kleinplaneten haben auch heute angesichts einer Vielzahl von Astronomie-Satelliten noch ihren "Wert".
Im Vortrag soll erläutert werden, mit welch einfachen Hilfsmitteln solche Beobachtungen möglich sind. Beispiele mit Video-Filmen werden das anschaulich verdeutlichen.
Referent: Dr. Eberhard Bredner, Dolberg, IOTA-ES
Mittwoch, 06. Oktober 2010,
20:00 Uhr
Die Lebensdauer eines Sterns hängt von seiner Masse ab. Sterne mit weniger als 8 Sonnenmassen entwickeln sich in ihrem Endzustand zu Weißen Zwergsternen. In dieser letzten Entwicklungsphase stoßen sie stetig und auch explosiv Materie ab. Sie hüllen sich mit Gaswolken ein, man spricht von Planetarischen Nebeln. Sie kühlen im Laufe von Milliarden Jahren ab und werden zu kalten Schwarzen Zwergsternen. Weiße Zwergsterne in Doppelsternsystemen zeigen häufig eine explosionsartige Massenabgabe, man spricht dann von Novae. Diese werden als schnelle Helligkeitsausbrüche beobachtet.
Wird bei der Sternentstehung die Masse von etwa 1/10 Sonnenmassen unterschritten, werden die entstandenen Unsterne als Braune Zwergsterne bezeichnet. In deren Inneren wird wegen zu geringer Temperatur keine Kernenergie freigesetzt. Diese Objekte kühlen langsam ab. Solche Unsterne bilden das Zwischenstadium von Stern zu Planet.
In dem Vortrag werden mit
einer Vielzahl von Animationen die Sternentwicklungen, die stellaren Endzustände
und das Entstehen von Planetarischen Nebeln anschaulich gemacht.
Referent: Prof. Dr. Johannes
Feitzinger, Ruhr-Universität Bochum
Mittwoch, 03.
November 2010, 20:00 Uhr
Im Mittelalter wurden Kometen für die Überbringer schlechter Nachrichten gehalten. Sie tauchten plötzlich auf, zogen schnell über den Himmel, veränderten dabei ihr Aussehen und verschwanden wieder. Man wusste weder woher sie kamen noch was sie waren.
Heute wissen wir viel mehr (aber längst noch nicht alles) über diese Haarsterne, wie sie früher auch genannt wurden. Man weiß woher sie kommen und wie sie zusammengesetzt sind. Aber warum sie manchmal erlöschen oder gewaltige Helligkeitsausbrüche zeigen ist weitgehend noch nicht verstanden.
Dieser Vortrag stellt die
Ergebnisse der letzten Forschungsjahre dar, gibt einen Ausblick auf die Rosetta-Mission
der ESA, die einen Kometen im Detail erforschen soll und versäumt es natürlich
nicht, die schönsten Kometen in Bildern zu zeigen.
Referent: Bernd
Brinkmann, Sternwarte Herne
Mittwoch, 01.
Dezember 2010, 20:00 Uhr
Die öffentlichen Beobachtungsabende finden
jeden Montag abend statt. Es gelten folgende Anfangszeiten:
|
Montag, 02. August
2010 |
ab 18:00 Uhr MESZ Sonnenbeobachtung |
| Montag,
04. Oktober2010 bis einschließlich Montag, 25. Oktober 2010 |
ab 20:00 Uhr MESZ Sternenbeobachtung |
| Montag,
08. November 2010 bis einschließlich Montag, 27. Dezember 2010 |
ab 18:00 Uhr MEZ Sternenbeobachtung |
Gezeigt und erklärt
wird der aktuelle Sternenhimmel. Bei der Sonnenbeobachtung kann die Sonne
sowohl im Weißlicht als auch im roten Licht des Wasserstoffs betrachtet
werden. Hierbei sind dann auch die Protuberanzen am Sonnenrand zu sehen.
Der Mond ist an folgenden Terminen zu sehen: am 18. und 25.
Oktober, am 15. und 22. November sowie am 13. und
20. Dezember 2010.
Von den hellen, mit bloßem
Auge sichtbaren Planeten ist nur der Jupiter im Herbst und Winter am
Abendhimmel zu sehen. Die Gasriesen Uranus und Neptun sind aber
ebenfalls im Teleskop als kleine matte Scheibchen zu erkennen.
Weiterhin werden mit den
Fernrohren der Sternwarte Herne "Deep-Sky"-Objekte wie Gasnebel
(z. B. der Orion-Nebel), offene Sternhaufen (wie z. B. die Plejaden, das Siebengestirn),
Kugelsternhaufen und Galaxien zu sehen sein.
Die Beobachtung findet nur bei klarem Himmel im Freien bzw. in der ungeheizten Kuppel statt. Denken Sie bitte deshalb gerade im Winter an eine warme Bekleidung.
26.11.2010: Teleskopberatung
Sie möchten ein Teleskop
oder Zubehör kaufen oder sich schenken lassen?
Worauf sollte man beim Kauf achten? Was sind die kaufentscheidenden Kriterien?
Diese und viele andere Fragen können gestellt werden bei diesem Informationsabend
am Freitag, den 26.11.2010 von 18 - 21 Uhr in der Sternwarte Herne.
Wenn Sie schon ein Teleskop besitzen und mit der Handhabung Fragen haben, können
Sie es gerne mitbringen und sich die sachgerechte Benutzung erklären lassen.
Erstellt am 23.07.2010 durch Bernd Brinkmann
letzte Änderung: 02.09.2010